Frühe Neuzeit: eine faszinierende Epoche

24 Mai

In meiner Bildbiographie „Maria Sibylla Merian. Reise nach Surinam“ stelle ich eine außergewöhnliche Künstlerin und eine ersten Entdeckerinnen vor. Meine Recherchen führten mich dabei durch die Frühe Neuzeit und das beginnende 18. Jahrhundert. Der Alltag und die Lebensweise der Menschen interessieren mich ebenso wie die damaligen Ansichten und Kuriositäten.

Maria Sibylla Merian. Reise nach Surinam

Bildbiografie über Maria Sibylla Merian, Autorin: Kathrin Schubert

Seitdem reise ich durch die Epoche und fülle den Blog mit unterhaltsamen Anekdoten. Die Geschichte des Reisens und die Entdeckung der „Neuen Welt“ mit ihren Geheimnissen und Abenteuern, geniale Entdeckungen der Zeit, den verspielten Rokoko, Geheimbünde, oder die Freundschaft Friedrichs des Großen mit dem Philosophen Voltaire nehme ich „unter die Feder“. Auch Entwicklungen auf den Gebieten Theater, Oper, Musik, Literatur, Kunst und Mode kommen nicht zu kurz.

Mein weiser Begleiter bei den Recherchen war Johann Georg Krünitz. In seiner „Oeconomischen Encyclopädie“ fasste er das Wissen seiner Zeit zusammen. Krünitz‘ Werk wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft digitalisiert und von der Universität Trier betreut, an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön aus München! Auch Johann Heinrich Zedlers „Grosses vollständiges Universal-Lexicon aller Wissenschafften und Künste, Welche bißhero durch menschlichen Verstand und Witz erfunden und verbessert worden…“ stellt eine unerschöpfliche Wissensquelle dar.

Aus Sicht des 21. Jahrhunderts kann man über viele Artikel schmunzeln, da sie mangels besseren Wissens auf Hörensagen und Aberglaube beruhten. Doch unseren heutigen Wissensschatz verdanken wir unzähligen neugierigen Forschern in Bereichen wie Natur-, Kultur und Geschichtswissenschaften. Entdecken Sie mit mir die Frühe Neuzeit und die Epoche der Aufklärung in all ihren Facetten! Für weitere Recherchen finden Sie hier auch meine Bibliografie. Viel Spaß beim Lesen! Ich freue mich über jedes Feedback, Gastbeiträge und Quellenhinweise für relevante Themen.

Blogger schenken Lesefreude: Bildbiografien zu gewinnen!

22 Apr

Zum Welttag des Buches nehme ich auch 2016 wieder an der Aktion „Blogger schenken Lesefreude“ teil – mit meinen Blogs diewortjongleurin.wordpress.com und seotexterin-muenchen.de.

Über die Aktion gibt es ein Interview gegeben auf Blogprojekt.

Als Autorin habe ich zwei eigene Bücher verlost und gratuliere den Gewinnern per Mail.

Aufklärer zwischen Gott und Galilei

20 Mrz

Die Reformation im Heiligen Römischen Reich führte zu Grabenkämpfen zwischen den konfessionellen Lagern. Auslöser des jahrhundertelangen Disputs waren im Oktober 1517 Martin Luthers 95 Thesen über den Ablass, die er an das Portal der Schlosskirche zu Wittenberg schlug. Er traf einen wunden Punkt, denn auch viele Gläubige waren der Meinung, die Renaissancepäpste vernachlässigten ihr geistiges Amt, dem Klerus mangele es an theologischer Bildung und die im Land umherreisenden Ablassprediger repräsentieren eine unmoralische Finanzpolitik mit Ablässen.

Im Jahr 1812 übte auch der evangelisch-lutherische Theologe Heinrich Gustav Flörke in der Krünitzschen Enzyklopädie Kritik am Ablasshandel. Reformation definierte er als die „von der durch Luthern und seine Gehülfen geschehenen Abstellung der in die Kirche und den Lehrbegriff eingerissenen Mißbräuche und Irrthümer, welche einige im Deutschen die Glaubensverbesserung, andere aber richtiger und treffender die Glaubensreinigung nennen“. Aus lutherischen und reformierten Strömungen bildete sich daraufhin eine eigenständige evangelische Kirche heraus und begründete den christlichen Protestantismus.

Die Habsburgermonarchie strebte jedoch eine Rekatholisierung an. Ihre Gegenreformation reichte bis ins 18. Jahrhundert. Viele Kloster und Orden wurden gegründet, die Jesuiten gewannen wieder Terrain. Die Domkapitel der römisch-katholischen Kirche ernannten hauptsächlich Adlige zu Erzbischöfen und Bischöfen. Bis 1803 regierten die deutsche Reichskirche vorwiegend Fürstensöhne, Reichsritter und Alter Adel, weshalb Kritiker von einer „Adelskirche“ sprachen. Weiterlesen

Lesesüchtig und romanverliebt… die Lust am Lesen!

2 Mrz

Skriblerwuth in der Frühen Neuzeit

Die Spätaufklärer bemühten sich zwar um eine allgemeine Lektürefähigkeit im Sinne der Volksbelehrung, unterhalten durfte das Lesen jedoch nicht. Allgemein zugängliche Schriftwerke sollten Anregungen zur Verbesserung von Sittlichkeit und Geschmack geben, doch die sogenannte „Modelektüre“ lehnten Kritiker aufgrund von fehlender Realistik ab. Es wurde insbesondere vor empfindsamen, wunderbaren, schauervollen Geschichten und Ritterromanen gewarnt.

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Vorlesung aus Goethes „Werther“, von Wilhelm Amberg, 1870

Diskussionen über das Risiko, bei exzessivem Medienkonsum die Wirklichkeit aus den Augen zu verlieren, gibt es nicht erst seit der Verbreitung der Neuen Medien. Im Jahr 1774 brach nach dem Erscheinen von Goethes Briefroman „Die Leiden des jungen Werthers“ eine hitzige Debatte aus über die Gefährdung der Jugend durch „schöne Literatur“. Im allgemeinen „Werther-Fieber“ wurde der Rechtspraktikant Werther zur Kultfigur hochstilisiert, seine Kleidung – Weste, blauer Frack mit Messingknöpfen und runder Filzhut – kopiert. Es kam sogar vor, dass sich junge Leser das Leben nahmen – in Nachahmung des aufgrund einer unerfüllten Liebe unglücklichen Protagonisten.  Weiterlesen

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